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Gartenpauls Tipps für den Rosenschnitt

 

Der Pflanzenschnitt neuer Rosen

 

Bevor die Rosen im Herbst in die Erde kommen, werden die Wurzeln um ein Drittel eingekürzt. So können sich an den Schnittstellen schneller neue Saugwurzeln bilden. Die Veredelungsstelle muß mit Erde bedeckt werden, um Frostschäden und Bildung von Wildtrieben zu vermeiden. Oberirdisch wird bei der Herbstpflanzung nichts geschnitten, nur abgebrochene Zweige und möglicherweise vorhandene Knospen und Abgeblühtes. Im Frühjahr dagegen werden die Triebe auf 3 - 4 Augen zurückgeschnitten. Das gibt Kraft und Saft für neue Triebe. Als "Augen" bezeichnet der Gartenfach-mann die Blatt- und Blütenknospen, die an den Verdickungen am Stiel gut zu erkennen sind. 

Verjüngungskur für Dornröschen

 

Bei Kletterrosen ist freier Wuchs erlaubt. Diese schönen Dornröschen sollte man möglichst in Ruhe lassen. Nur ältere, stark holzige Triebe werden dicht am Boden abgeschnitten. Die Verjüngungskur beginnt bei Zweigen, die mindestens drei Jahre alt sind. Durch das Auslichten gibt es eine Menge junger Triebe und einen reicheren Blütenflor. Auch bei Hochstammrosen braucht nicht viel geschnitten zu werden. Nur das trockene, erfrorene Holz muß weg. sonst gelten die gleichen Schnitt-Regeln wie bei Busch- und Edelrosen.

 

Rosen im Sommer

 

Natürlich möchte jeder Blumenfreund die Rosenblüte lange erhalten. Um das zu erreichen, muss regelmäßig Abgeblühtes entfernt werden. Aus plausiblem Grund. An den Pflanzen sollen sich keine Hagebutten bilden, da die Früchte die Rosen schwächen würden. Und so geschwächte Pflanzen sind ein leichtes Opfer von Läusen und anderem Ungeziefer oder Krankheitskeimen.

 

Rosen in der Vase

 

Kenner schneiden Rosen nur frühmorgens, wenn sie vom Tau und Bodenwasser vollgesogen und prall sind. Praktisch sind Blumenpflückscheren, die schneiden und die Rose zugleich halten. Nach dem Schnitt gehören die Blumen baldmöglichst in die Vase. Tägliches Anschneiden der Stiele mit einem scharfen Messer unter Wasser und kleine Einschnitte in die Blütenstiele, soweit sie ins Vasenwasser ragen, erhöhen die Lebensdauer der Rosen beachtlich. Und wenn sie am Abend die Vase in ein kühles Zimmer stellen, haben Sie lange Freude an der blütenschönen Rosenpracht.

 

Rosenscheren mit Bestnoten

 

Klar, dass für die Pflege der schönsten aller Blütensträucher nur erstklassige Rosenscheren zum Einsatz kommen, wie die Rosenschere 1922 von FREUND. Beiden Klingen dieser Schere sollen scharf geschliffen sein, jedoch speziell rundgeschmiedet (doppelschneidig), um auch in Weichhölzern glatt und ohne Quetschung zu schneiden. Achten Sie auf Möglichkeiten zum Auswechseln der Klinge.

 

Der jährliche Rückschnitt der Rosen

 

Der Rückschnitt alteingesessener Rosen erfolgt grundsätzlich im Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr zu erwarten ist. Im Herbst werden nur abgeblühte und geknickte Triebe oder Zweige entfernt. Grundsätzlich gilt: Schwache Triebe tiefer zurückschneiden als starke. Nach dieser Regel empfiehlt es sich bei allen schwachwachsenden Beet- und Edelrosen ein tiefer Schnitt auf etwa 3 - 4 Augen oder, anders ausgedrückt, auf 10 - 15 cm.
Gartenfreunde, die gerne und viel Sträuße von ihren Edelrosen schneiden, sollten auch die starkwachsenden Sorten genauso tief zurücknehmen. Die Pflanzen werden dann größer und blühen reicher.
An mittelstark wachsenden Busch- und Beetrosen bleiben sonst 6 - 8 Augen stehen, bei starkwachsenden sogar noch ein paar mehr; das entspricht etwa einer Höhe von 15 - 25 cm über dem Boden. Alle paar Jahre sollten Sie einen Verjüngungsschnitt einplanen.
Dabei wird die Schere ziemlich tief angesetzt, wobei es keine Rolle spielt, ob an diesem alten Holz noch ein "Auge" zu sehen ist. Trockene, alte, sich kreuzende und nach innen wachsende Triebe bis zur Veredelungsstelle zurückschneiden. Zierstrauchrosen und Parkrosen brauchen sie nur auszulichten. Dabei schneiden Sie von allzu dicht gewordenen Büschen die Triebe heraus, die älter als drei oder vier Jahre sind.

 

 

Rosen veredeln

 

Fast alle unsere Gartenrosen werden veredelt. In der Gärtnersprache bedeutet dies, das ein sogenanntes Edelreis einer schönen Sorte auf eine Wildlingspflanze gesetzt wird. Der Wildling, auch Unterlage genannt, wächst kräftiger und meist auch gesünder als die Sorte, von der das Edelreis stammt. Die Vermehrungsart wird Okulation genannt. Wenn Sie also eine Sorte auf diese Art vermehren wollen, besorgen Sie sich aus einer Baumschule die Veredelungsunterlagen (Sämlinge) in gewünschter menge zum Einpflanzen. Ende Juli, Anfang August wird dann okuliert, am besten mit einem speziellen Okuliermesser. Die Edelreiser bestehen aus
5 x 20 mm großen Rindenstücken mit Auge (Knospe), die aus einjährigen, am besten gerade verblühten Stielen geschnitten werden. Dann setzen Sie an der Unterlage einen T-Schnitt an und heben mit dem Horn des Messers den Rindenflügel an. Ist das geschafft, wird das Auge eingesetzt und mit Bast fest umwickelt. Dabei achten Sie darauf daß das Auge freibleiben muss.

 

 

 

 


In Fachgeschäften gibt es für diesen Zweck Schnellverschlüsse in Form dehnbarer Kautschukfleckchen (4,5 x 2,5 cm groß), die man über die Veredelungsstelle spannt und mit einer U-förmigen Klammer festbindet. Der Austrieb der aufgesetzten Edelreiser erfolgt im nächsten Frühjahr.

  

 

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